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Thema: Hast du die Bibel je selbst gelesen?

  1. #991
    Infrarot Avatar von Der Kantelberg
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    Mir ist es jedenfalls bisher nicht aufgefallen.
    Die Macht des Verstandes ... sie wird auch im Fluge dich tragen - Otto Lilienthal

    Schweinepriester: Ihr habt euch alle eine Fazialpalmierung verdient.


  2. #992
    Hat einen Plan Avatar von Mongke Khan
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    14 Die Völker vernahmen’s und bebten,Angst befiel die Bewohner des Philisterlandes.
    15 Da erschraken die Fürsten von Edom,Zittern ergriff die Häuptlinge Moabs,die Bewohner Kanaans verzagten alle;
    16 Entsetzen und Angst überfiel sie;ob der Kraft deines Armes wurden sie starr wie ein Stein,bis dein Volk hindurchzog, HERR,bis das Volk hindurchzog, das du erworben.
    17 Du brachtest sie hinein und pflanztest sie ein auf den Berg deines Eigentums, an die Stätte, die du, HERR, zur Wohnung dir bereitet,in das Heiligtum, Herr, das deine Hände gegründet.
    18 Der HERR ist König immer und ewig!
    19 Als nämlich die Rosse des Pharaos mit seinen Wagen und Reitern ins Meer gekommen waren, hatte der HERR die Fluten des Meeres über sie zurückströmen lassen, während die Israeliten trocknen Fußes mitten durchs Meer gezogen waren.
    20 Darauf nahm die Prophetin Mirjam, Aarons Schwester, die Handpauke zur Hand, und alle Frauen zogen mit Handpauken und im Reigenschritt tanzend hinter ihr her.
    21 Und Mirjam sang den Männern als Antwort zu:Singet dem HERRN! Denn hocherhaben ist er; Rosse und Reiter hat er ins Meer gestürzt!
    22 Hierauf ließ Mose die Israeliten vom Schilfmeer aufbrechen, und sie zogen weiter in die Wüste Sur hinein; drei Tage lang wanderten sie in der Wüste, ohne Wasser zu finden.
    23 Als sie dann nach Mara kamen, konnten sie das Wasser dort nicht trinken, weil es bitter war; daher hieß der Ort Mara.
    24 Da murrte das Volk gegen Mose und sagte: »Was sollen wir trinken?«
    25 Da flehte er laut zum HERRN, und der HERR zeigte ihm ein Holz; als Mose dieses in das Wasser geworfen hatte, wurde das Wasser süß. Dort gab er dem Volk Gesetze und Verordnungen und stellte es dort auf die Probe,
    26 indem er sagte: »Wenn du auf die Weisungen des HERRN, deines Gottes, willig hörst und das tust, was ihm wohlgefällt, wenn du seinen Befehlen gehorchst und alle seine Gebote beobachtest, so will ich von allen Heimsuchungen, die ich über die Ägypter verhängt habe, keine über dich kommen lassen; denn ich, der HERR, bin dein Arzt.«
    27 Hierauf kamen sie nach Elim; dort waren zwölf Wasserquellen und siebzig Palmbäume; und sie lagerten dort am Wasser.


    Bemerkungen/ Gedanken:
    • Die vier deutschen Übersetzungen, die ich vor mir liegen habe, unterscheiden sich in diesem Lied-Abschnitt deutlich voneinander (z.B. "Angst kam die Philister an" (Luther), "Angst ergriff Philistäas Bewohner" (Elberfelder), "Angst befiel die Bewohner des Philisterlandes" (Menge), "die Philister packte das Schütteln" (EU)). Normalerweise sind zumindest zwei oder drei Übersetzungen bei Wortwahl und Satzbau recht ähnlich - ein Indiz in den Texten dafür, dass diese Stellen wohl schwierig zu übersetzen sind.
    • Wenn ich das Liedprinzip recht verstanden habe, ist
      "Die Völker vernahmen’s und bebten, Angst befiel die Bewohner des Philisterlandes."
      und
      "Da erschraken die Fürsten von Edom,Zittern ergriff die Häuptlinge Moabs,"
      ein solcher Parallelismus (in gewisser Weise synonym, aber da es um verschiedene Völker geht, ergibt sich eine übergreifende Aussage - also synthetisch...?)
    • In Vers 17 ("Du brachtest sie hinein...") verwenden EU und Elberfelder das Futur ("Du wirst sie hinbringen..."). In der Vulgata wird auch Futur ("introduces eos") verwendet. Interessant, da das die Perspektive des Liedes verändert.
    • Wenn ich raten müsste, würde ich sagen, dass ab Vers 18 das Lied vorbei ist. "Der HERR ist König immer und ewig!" klingt nach einem guten, feierlichen Schlusswort und danach wird der Stil wieder erzählend. Vers 21 gehört dann nochmal zum Lied. Diese eine Zeile fasst das Vorangegangene zusammen.
    • Mirjam ist bislang nicht in Erscheinung getreten. Die Bedeutung des Namens ist nicht abschließend geklärt und reicht von "Meeresmyrrhe" (vielleicht, weil sie wie eine Pflanze aus den gespaltenen Fluten wuchs?) über "Erhabene", "Ungezähmte", "(von Gott) Geschenkte" bis "Fruchtbare". Mal schauen, welches Attribut noch gut zu ihr passen wird.
    • Hätte man Vers 21 mit "[...] Singet dem Herrn! Hocherhaben ist er; Rosse und Reiter stieß er in Meer" übersetzt, hätte es sich gereimt.
    • Das gespaltene Wasser ist nun ein Schilfmeer Emoticon: holmes. Die Wüste Sur solle auf der Sinai-Halbinsel liegen, was zu obigen Karten passen würde.
    • Vers 24 triggert direkt einen Ohrwurm,...


    • ..., Vers 25 klingt nach dem ersten Wasserfilter. Es gibt ja so Tabletten, die man ins Wasser werfen kann, um es wieder trinkbar zu machen.
    • Elberfelder entscheidet sich dafür, Gott nicht zum "Arzt" zu machen (Vers 26), sondern zu dem, "der dich heilt". Im Lateinischen wird "sanator" verwendet, das ich in meinem Wörterbuch zwar nicht finde, aber eher in Richtung "heilender Arzt" stellen würde, als "praktizierender Arzt" (medicus).
    • Die 12 hatten wir bei den Stämmen Israels, die 70 bei den Nachkommen Noahs.
    Zitat Zitat von Baldri Beitrag anzeigen
    Würfel doch mal für nen Job bevor du hier finanzielle Aussagen triffst die ernstgenommen werden sollen.

  3. #993
    MAGA forever Avatar von Tohuwabohu
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    Zitat Zitat von Mongke Khan Beitrag anzeigen
    Vers 25 klingt nach dem ersten Wasserfilter. Es gibt ja so Tabletten, die man ins Wasser werfen kann, um es wieder trinkbar zu machen.
    Chlor, Chlortabletten.

  4. #994
    Hat einen Plan Avatar von Mongke Khan
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    1 Dann brachen sie von Elim auf, und die ganze Gemeinde der Israeliten gelangte in die Wüste Sin, die zwischen Elim und dem Sinai liegt, am fünfzehnten Tage des zweiten Monats nach ihrem Auszug aus dem Lande Ägypten.
    2 Da murrte die ganze Gemeinde der Israeliten gegen Mose und Aaron in der Wüste;
    3 und die Israeliten sagten zu ihnen: »Wären wir doch durch die Hand des HERRN in Ägypten gestorben, als wir bei den Fleischtöpfen saßen und reichlich Brot zu essen hatten! Jetzt habt ihr uns in diese Wüste hinausgeführt, um diese ganze Volksgemeinde Hungers sterben zu lassen!«
    4 Da sagte der HERR zu Mose: »Gut! Ich will euch Brot vom Himmel regnen lassen; das Volk braucht dann nur hinauszugehen und sich seinen täglichen Bedarf Tag für Tag zu sammeln; damit will ich es auf die Probe stellen, ob es nach meinen Weisungen wandeln will oder nicht.
    5 Wenn sie aber am sechsten Tage das, was sie heimgebracht haben, zubereiten, so wird es das Doppelte von dem sein, was sie sonst tagtäglich gesammelt haben.«
    6 Da sagten Mose und Aaron zu allen Israeliten: »Heute abend werdet ihr erkennen, daß der HERR es gewesen ist, der euch aus Ägypten weggeführt hat;
    7 und morgen früh, da werdet ihr die Herrlichkeit des HERRN zu sehen bekommen! Denn er hat gehört, wie ihr gegen ihn gemurrt habt; wir dagegen – was sind wir, daß ihr gegen uns murren könntet?«
    8 Dann fuhr Mose fort: »Ja, daran werdet ihr (die Herrlichkeit des HERRN) erkennen, daß der HERR euch heute abend Fleisch zu essen gibt und morgen früh Brot zum Sattwerden, weil der HERR gehört hat, wie ihr gegen ihn laut gemurrt habt. Denn was sind wir? Euer Murren ist nicht gegen uns gerichtet, sondern gegen den HERRN.«
    9 Hierauf sagte Mose zu Aaron: »Befiehl der ganzen Gemeinde der Israeliten: ›Tretet heran vor den HERRN; denn er hat euer Murren gehört!‹«
    10 Als dann Aaron dies der ganzen Gemeinde der Israeliten mitgeteilt hatte und sie sich nach der Wüste hin gewandt hatten, da erschien plötzlich die Herrlichkeit des HERRN in der Wolke.
    11 Darauf sagte der HERR zu Mose:
    12 »Ich habe das Murren der Israeliten gehört; mache ihnen folgendes bekannt: ›Gegen Abend (genauer: zwischen den beiden Abenden; vgl. 12,6) sollt ihr Fleisch zu essen bekommen und morgen früh euch an Brot satt essen und sollt erkennen, daß ich, der HERR, euer Gott bin.‹«
    13 Und wirklich: am Abend kamen Wachteln herangezogen und bedeckten das Lager; und am anderen Morgen lag eine Tauschicht rings um das Lager her;
    14 und als die Tauschicht vergangen war, da lag überall auf der Wüstenfläche etwas Feines, Körniges, fein wie der Reif auf der Erde.
    15 Als das die Israeliten sahen, fragten sie einer den andern: »Was ist das?«; denn sie wußten nicht, was es war. Da sagte Mose zu ihnen: »Dies ist das Brot, das der HERR euch zum Essen gegeben hat.«


    Bemerkungen/ Gedanken:

    • Diese Israeliten sind auch nie zufrieden. Mimimi, wir werden versklavt! Mimimi, wir haben Durst! Mimimi, wir haben Hunger! Undankbares Pack
    • Nach den Chlorrindenstücken gibt es jetzt Brotbomben. Im Prinzip kann man Krisenregionen heute immer noch so versorgen. Eröffnet für mich auch eine neue Dimension von "Brot für die Welt"; ich hatte bislang keine Ahnung, dass der Name auch eine Bibelreferenz enthalten könnte. Die wichtigste Frage lautet aber: ist das Sauerteigbrot?
    • Die Bezeichnung "Versammlung" bei Elberfelder (die anderen benutzen (Volk-)Gemeinde) brachte mich ein wenig zum Schmunzeln.
    • Sechst Tage, das weckt Erinnerungen an die Erschaffung der Welt: 6 Tage lang wird gearbeitet, am 7 ruht man und erntet die Früchte des Schaffens.
    • Schön, wie Moses versucht, sich und Aaron aus der Schusslinie zu bringen. Schön ist auch, dass darauf geachtet wird, dass Aaron Moses' Sprachrohr ist
    • Gott tritt abermals (nach der Wolkensäule) in Wolkengestalt auf. Ich habe den in meinen Bildern auch meist als Wolke versteckt. Ich wundere mich, ob das eine Art "natürliches" Gottesbild ist - ohne feste Form, über den Dingen und den (zumindest in trockenen Gegenden) wichtigen Regen bringend.
    • Meine Interpretation des Brotsegens gefällt mir besser, als eine Art Raureifbrot, das plötzlich auf dem Boden liegt
    • Das zweite Mose bleibt weiter sehr viel wundersamer, als das erste (bis auf den Anfang). Plagen, Zaubererduelle, Meeresspaltung, Brot- und Wasserwunder,...


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    Zitat Zitat von Baldri Beitrag anzeigen
    Würfel doch mal für nen Job bevor du hier finanzielle Aussagen triffst die ernstgenommen werden sollen.

  5. #995
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    16 »Folgendes ist es, was der HERR euch gebietet: ›Sammelt euch davon, jeder soviel er für sich zum Essen nötig hat, je einen Gomer für den Kopf; nach der Zahl der Seelen, die jeder in seinem Zelt hat, sollt ihr euch holen.‹«
    17 Da taten die Israeliten so und sammelten, der eine viel, der andere wenig;
    18 als sie es dann aber mit dem Gomer maßen, da hatte der, welcher viel gesammelt hatte, keinen Überschuß, und wer wenig gesammelt hatte, dem mangelte nichts: jeder hatte so viel gesammelt, als er zu seiner Nahrung bedurfte.
    19 Hierauf befahl ihnen Mose: »Niemand hebe etwas davon bis zum anderen Morgen auf!«
    20 Aber sie hörten nicht auf Mose, sondern manche hoben etwas davon bis zum anderen Morgen auf; aber da waren Würmer darin gewachsen, und es roch übel; Mose aber wurde zornig über sie.
    21 So sammelten sie es denn alle Morgen, ein jeder nach seinem Bedarf; sobald aber die Sonne heiß schien, zerschmolz es.
    22 Am sechsten Tage aber hatten sie doppelt so viel Brot gesammelt, zwei Gomer für jede Person. Da kamen alle Vorsteher der Gemeinde und berichteten es dem Mose.
    23 Dieser antwortete ihnen: »Folgendes ist es, was der HERR geboten hat: ›Ein Ruhetag, ein dem HERRN heiliger Feiertag (Sabbat) ist morgen!‹ Was ihr backen wollt, das backt, und was ihr kochen wollt, das kocht; alles aber, was übrigbleibt, legt beiseite und hebt es euch für morgen auf!«
    24 Da hoben sie es bis zum folgenden Morgen auf, wie Mose angeordnet hatte, und diesmal wurde es nicht übelriechend, und auch kein Wurm war darin.
    25 Da sagte Mose: »Eßt es heute! Denn heute ist Sabbatfeier für den HERRN: heute werdet ihr auf dem Felde nichts finden.
    26 Sechs Tage sollt ihr es sammeln; aber am siebten Tage ist Sabbat, an diesem gibt es keins.«
    27 Als trotzdem am siebten Tage einige vom Volk hinausgingen, um zu sammeln, fanden sie nichts.
    28 Da sagte der HERR zu Mose: »Wie lange wollt ihr euch noch weigern, meine Gebote und Weisungen zu befolgen?
    29 Seht doch! Weil der HERR euch den Sabbat eingesetzt hat, darum gibt er euch am sechsten Tage Brot für zwei Tage. Bleibt also alle daheim: niemand verlasse am siebten Tage seine Wohnung!«
    30 So ruhte denn das Volk am siebten Tage.
    31 Die Israeliten nannten es aber Manna; es sah weißlich aus wie Koriandersamen und schmeckte wie Honigkuchen.
    32 Hierauf sagte Mose: »Folgendes hat der HERR geboten: ›Ein Gomer voll soll davon für eure künftigen Geschlechter aufbewahrt werden, damit sie das Brot sehen, mit dem ich euch in der Wüste gespeist habe, als ich euch aus dem Lande Ägypten wegführte.‹«
    33 Da befahl Mose dem Aaron: »Nimm einen Krug, tu einen Gomer Manna hinein und stelle ihn hin vor den HERRN zur Aufbewahrung für eure künftigen Geschlechter!«
    34 Nach dem Befehl, den der HERR dem Mose gegeben hatte, stellte Aaron (den Krug später) vor die Gesetzestafeln in der Bundeslade zur Aufbewahrung.
    35 Die Israeliten haben aber das Manna vierzig Jahre lang gegessen, bis sie in bewohntes Land kamen; sie haben das Manna gegessen, bis sie an die Grenze des Landes Kanaan kamen.
    36 Ein Gomer aber ist der zehnte Teil eines Epha.



    Bemerkungen/ Gedanken:

    • Ein Gomer soll eine Art Krug sein. Das ist mir auch schon ein paar mal aufgefallen, dass manche Übersetzungen die Begriffe beibehalten und andere sie anpassen. Sehr gut finde ich die Definition bei Wikipedia (Übersichtsseite zu Gomer): ein Hohlmaß für Manna. - fühlt sich an, wie bei einer Fantasy-Sprache. Und Zauber-Gomer sind das auch noch.
    • Was ist Manna für ein Brot, dass es nach einem Tag schlecht wird und Würmer anzieht? Ich frage mich, ob es so eine Pflanze oder Speise tatsächlich gab. Was über die Manna-Laibe (oder Manna-Schnitten) bekannt wird:
      • Fein, knusprig, körnig wie Reif
      • Weiß
      • Kann im Morgengrauen gesammelt werden
      • Wird schlecht, wenn man es über Nacht aufbewahrt
      • Schmilzt in der heißen Sonne
      • Sieht aus wie Koriandersamen
      • Schmeckt wie Honigkuchen

    • Das lässt sich eins zu eins in einem DSA-Abenteuer einbauen, meine Spieler werden das eh nicht wissen Im Rahmen der Geschichte schätze ich, dass es wieder eine Art Vertrauenssache ist: die Israeliten können Gott vertrauen, dass er für die Nahrung sorgt und müssen nicht aufheben.
    • Ab jetzt wird Sabbat gefeiert. Umgekehrt wurde vorher die ganze Woche durchgeackert. Heutzutage lässt sich beobachten, dass 30-Stunden-Woche und/oder 4-Tage-Woche diskutiert werden, weil man die Kapazitäten hat. Vielleicht war es damals ähnlich, dass man Techniken oder so entwickelt hat, die einem Arbeit abgenommen haben. Ich bin da ganz auf Seite des Herrn und für weniger Arbeit.


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    Geändert von Mongke Khan (09. Januar 2020 um 22:33 Uhr)
    Zitat Zitat von Baldri Beitrag anzeigen
    Würfel doch mal für nen Job bevor du hier finanzielle Aussagen triffst die ernstgenommen werden sollen.

  6. #996
    Zurück im Norden
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    Der Sabbat ist tatsächlich etwas Außergewöhnliches, weil er auch für Knechte, Mägde, Sklaven und sogar das Vieh galt. Und er scheint mir durchaus religiös motiviert zu sein, denn die griechisch-römische Ökonomie war sicher nicht weniger produktiv.

  7. #997

  8. #998
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    1 Hierauf zog die ganze Gemeinde der Israeliten nach dem Befehl des HERRN aus der Wüste Sin weiter, einen Tagemarsch nach dem andern, und lagerte in Rephidim, wo es aber kein Trinkwasser für das Volk gab.
    2 Da haderte das Volk mit Mose und rief: »Gebt uns Wasser zum Trinken!« Aber Mose antwortete ihnen: »Was hadert ihr mit mir? Was versucht ihr den HERRN?«
    3 Weil aber das Volk dort infolge des Wassermangels Durst litt, murrte es gegen Mose und sagte: »Warum hast du uns nur aus Ägypten hergeführt? Etwa um mich und meine Kinder und mein Vieh hier verdursten zu lassen?«
    4 Da betete Mose laut zum HERRN mit den Worten: »Was soll ich mit diesem Volk machen? Es fehlt nicht viel, so steinigen sie mich!«
    5 Da antwortete der HERR dem Mose: »Tritt an die Spitze des Volkes und nimm einige von den Ältesten der Israeliten mit dir! Auch deinen Stab, mit dem du den Nil geschlagen hast, nimm in die Hand und gehe!
    6 Dann will ich dort vor dich auf den Felsen am Horeb treten, und wenn du dann an den Felsen geschlagen hast, wird Wasser aus ihm hervorfließen, so daß das Volk zu trinken hat.« Mose tat so vor den Augen der Ältesten Israels.
    7 Darauf nannte er den Ort Massa und Meriba, weil die Israeliten dort gehadert und den HERRN geprüft (oder versucht) hatten, indem sie sagten: »Ist der HERR in unserer Mitte oder nicht?«
    8 Als darauf die Amalekiter heranrückten, um mit den Israeliten bei Rephidim zu kämpfen,
    9 befahl Mose dem Josua: »Wähle uns Männer aus und ziehe zum Kampf mit den Amalekitern aus! Morgen will ich mich mit dem Gottesstabe in der Hand auf die Spitze des Hügels stellen.«
    10 Josua tat, wie Mose ihm befohlen hatte, (und zog aus,) um mit den Amalekitern zu kämpfen, während Mose, Aaron und Hur auf die Spitze des Hügels stiegen.
    11 Solange nun Mose seinen Arm hochhielt, hatten die Israeliten die Oberhand; sobald er aber seinen Arm ruhen ließ, waren die Amalekiter siegreich.
    12 Als nun schließlich die Arme Moses erlahmten, nahmen sie einen Stein und legten den unter ihn, und er setzte sich darauf; dann stützten Aaron und Hur seine Arme, der eine auf dieser, der andere auf jener Seite; so blieben seine Arme fest bis zum Sonnenuntergang,
    13 so daß Josua die Amalekiter und ihr Kriegsvolk mit der Schärfe des Schwertes niederhieb.
    14 Da sagte der HERR zu Mose: »Schreibe dies zu dauernder Erinnerung in ein Buch und schärfe es dem Josua ein, daß ich das Andenken an die Amalekiter unter dem Himmel ganz und gar austilgen werde!«
    15 Darauf baute Mose einen Altar und nannte ihn ›der HERR ist mein Banner‹;
    16 »denn«, sagte er, »die Hand an das Banner des HERRN! Krieg führt der HERR mit den Amalekitern von Geschlecht zu Geschlecht!«


    Bemerkungen/ Gedanken:

    • Merkwürdig, ich hab gestern die letzten 4 Verse von Kapitel 16 ausgelassen (hab sie im vorigen Post dazugepackt)
    • Dabei wird dort die Bundeslade angesprochen. Die kenne ich von Indiana Jones und den Nazis
    • Außerdem wird die Dauer der Wanderschaft mit 40 Jahren beziffert. 40 war ja sowas wie Prüfung/ Wandel (in der einen Fassung dauerte die Sintflut genauso lange). Ich gehe auch sehr davon aus, dass die symbolische Bedeutung im Vordergrund steht. Die Sinai-Halbinsel umfasst laut Wikipedia 61.000km²; das ist etwas weniger als Bayern (70.500km²) und in so einem Gebiet 40 Jahre herumzuirren, ist schon ne Leistung.


    Jetzt zu Kapitel 17:
    • Bei kurzem Googlen bin ich bei der Suche nach der Wüste Sin auf die Wüste Zin gestoßen, die laut Bibelwissenschaft.de eine andere ist:





    • Auf der Karte sieht man auch weitere mögliche Verortungen von Migdol und Schilfmeer. 40 Jahre...
    • Wenn 40 Jahre mit Prüfung/ Erziehung zu tun haben, stellt sich bei Vers 2ff. die Frage, ob die gereicht haben - die Leute murren immer noch und haben kein Gottvertrauen.
    • Moses Stab ist ja ein regelrechter Zauberstab. Warum haben die Indiana-Jones-Nazis eigentlich nicht den gesucht?
    • Massa = Probe, Meriba = Streit (laut Einheitsübersetzung)
    • Die Frage, ob der Herr "in [ihrer] Mitte" sei erinnert mich an eine der wenigen Bibelstellen, die ich kenne (weil Jesus offenbar NT), wo es heißt "Wenn nur zwei oder drei versammelt sind, in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen." Die Stelle kenne die nur aus einem Lied von Rainald Grebe, "Massenkompatibel", und sie hat sich, wie das Lied, bei mir eingebrannt (weiter geht es mit: "dieser Satz von Jesus, der war mir immer schon popelig erschienen" ); spannend, dass das "Unter den Leuten sein" hier schon auftaucht. Im Lateinischen steht an der Stelle btw "[...]estne Dominus in nobis an non". Das eröffnet noch viel mehr Deutungsmöglichkeiten (nobis sollte hier ein Ablativ sein):
      • Räumlich: "in uns"
      • Zeitlich: "während uns"
      • "Unter uns"
      • "Über/ Bei uns"
      • Instrumental: "Mit/ Durch uns"

    • Das unterstreicht die - in Frage gestellte - Allgegenwart Gottes gleich in mehrerlei Dimensionen: Gott ist wie ein Teil von uns, wie ein Begleiter bei uns, solange wir sind, wie ein Wächter(?) über uns und in unserem Wirken.
    • Ein Kampf
    • Josua bedeutet sowas wie "Gott ist Heil". Der Name nimmt also wieder vorweg, dass Gott den Israeliten im Kampf beistehen wird. Hur heißt "der Helle"; kenne ich nur von Ben Hur.
    • Das Hochhalten der Hand lässt mich an einen Inder denken, der das für mehrere Jahre gemacht haben soll (https://www.focus.de/panorama/welt/b...aid_50675.html). Ich stelle es mir wie eine Antenne vor, mit der Mose Gott besser empfangen kann
    Zitat Zitat von Baldri Beitrag anzeigen
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  9. #999
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    Josua: heißt nicht nur Gott ist Heil, sondern auch Gott ist Rettung. Heil, Rettung, Erlösung sind in der Bibel (jedenfalls auf griechisch) das selbe Wort. Daher auch das Wort "Heiland" im Deutschen. Bedeutet sowas wie Retter/Erlöser. Wir verstehen unter Heil meist das (von Adolf Hitler pervertierte) Königsheil.
    Außerdem gibts noch jemand, der den selben Namen hat: Jesus. Jehoschua - In Alten Testament wird es zu Josua, in Neuen Testament über das griechische Iesous zu Jesus.

    Vers 14 Da hast du ne interessante Sache übersehen. "Schreibe dies zu dauernder Erinnerung in ein Buch und schärfe es dem Josua ein!" Hier gibt der Text einen ersten Hinweis darauf, woher die Bibeltexte kommen und wie sie entstanden sind. (Das heißt natürlich nicht, dass sie nicht hätten später noch überarbeitet werden könnten.) Man sieht hier auch schön, wie der Text entsteht: Gott gibt nicht jedes Wort minutiös vor, sondern Mose soll die Handlung an Josua weitergeben und zur Erinnerung aufschreiben. Das wird er mit eigenen Worten getan haben. Andererseits sind einige Worte direkt von Gott: "..., daß ich das Andenken an die Amalekiter unter dem Himmel ganz und gar austilgen werde!" Der Text legt nahe, dass in diesem Satz seine Aussagen direkt aufgeschrieben worden sind.

    40 Jahre Wüstenwanderung: Die Zeitdauer hat einen besonderen Grund, den erfährt man im 4. Buch Mose, also vielleicht in einem halben Jahr. Ich will ja nicht spoilern...

    Lokalisation: Ich vermute mit dem Schilfmeer ja den Golf von Akaba. Weil die Israeliten zum Berg ziehen, an dem Gott Mose begegnet ist. Und der liegt in Midian, welches auf der arabischen Halbinsel ist und nicht auf der Sinai-Halbinsel. Außerdem ist der Berg Moses auf dem Sinai kein Vulkan. (Wir werden noch sehen, warum das wichtig ist) Die Identifikation des Berges Gottes mit dem Dschebel Musa im Sinai halte ich für eine frühe Fehlinterpretation. Ich bin mir aber nicht 100% sicher, es gibt da viele Deutungsversuche. Der mit Nordarabien ist für mich blos am Schlüssigsten.
    Die Macht des Verstandes ... sie wird auch im Fluge dich tragen - Otto Lilienthal

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  10. #1000
    Hat einen Plan Avatar von Mongke Khan
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    Fuuu... Ich hatte Vers 14 gelesen und war mir sicher, einen Witz in Richtung Selbstreferentialität geschrieben zu haben (Meta-Moses oder "man sieht ja, was draus geworden ist") und der ging dann unter, weil ich beim Zurückblättern festgestellt hab, dass ich gestern tatsächlich was übersehen hab Emoticon: minifu

  11. #1001
    Kaktuskiller Avatar von Xenoom
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    @ 40 Jahre

    Der wahre Hintergrund für die 40 Jahre wird noch kommen

    @ Kampf

    Bis zum Einzug in Kanaan (der auch nicht kampflos abgehen wird (ich sag nur "RumgeEIere" )) wird es noch einiges an kämpfen geben.

  12. #1002
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    Über die Vier-Tage-Woche wird diskuriert, weil Linke sich immer nur wieder selbst zitieren und kaum Neues entwickeln. Die Arbeit wird nicht weniger, nur weil die Leute weniger lang arbeiten. Also kommt es zur Arbeitsverdichtung, da die gleiche Arbeit in kürzer Zeit erfolgen muss, mit den daraus resultierenden psychischen Problemen. Noch mehr zu reduzieren ist Quatsch.

    Für griechisch-römische "Produktivität" empfehle ich mal das Buch "Imperium" von Robert Harris. Da geht es unter anderem um den Prozess gegen Verres von Cicero, der ja auch deshalb ein Problem für ihn war, weil ständig irgendwelche Feste waren, an dem das Gericht nicht tagte.
    Die Juden waren beim Umgehen von Sabbatregeln auch schon immer kreativ. Bestimmte Sachen darf man zum Beispiel nur zu Hause machen. Zu Hause ist definiert als abgegrenzter Bereich. Ziehe eine Mauer oder auch nur ein Seil um dein Viertel und alles ist Zu Hause und du kannst wieder machen was du willst. Zumindest so grob läuft das.

    6 Tage arbeiten und am Siebten ruhen wird ja auch exakt von der Schöpfung abgeleitet

    Abschließend eine vollständige Liste aller Worte der Bibel, die von Gott selbst stammen:

  13. #1003
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    Die Sinai-Halbinsel umfasst laut Wikipedia 61.000km²; das ist etwas weniger als Bayern (70.500km²) und in so einem Gebiet 40 Jahre herumzuirren, ist schon ne Leistung.
    Die CSU irrt sich schon deutlich mehr als 40 Jahre in Bayern herum
    Und Bayern ist noch nicht mal ne Wüste
    .

  14. #1004
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    Zitat Zitat von Mongke Khan Beitrag anzeigen
    Dabei wird dort die Bundeslade angesprochen. Die kenne ich von Indiana Jones und den Nazis
    Nach dem Befehl, den der HERR dem Mose gegeben hatte, stellte Aaron (den Krug später) vor die Gesetzestafeln in der Bundeslade zur Aufbewahrung.
    Moment Mal! Steht das da in Futur oder Gegenwart? Letzteres wäre ein Anachronismus, denn die Gesetzestafeln und die Bundeslade kommen doch erst noch. Das haben die doch jetzt noch gar nicht...

    edit: und wer ist eigentlich Hur? Wurde der schon vorgestellt?

  15. #1005
    Zurück im Norden
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    Zitat Zitat von Teuta Beitrag anzeigen
    Über die Vier-Tage-Woche wird diskuriert, weil Linke sich immer nur wieder selbst zitieren und kaum Neues entwickeln. Die Arbeit wird nicht weniger, nur weil die Leute weniger lang arbeiten. Also kommt es zur Arbeitsverdichtung, da die gleiche Arbeit in kürzer Zeit erfolgen muss, mit den daraus resultierenden psychischen Problemen. Noch mehr zu reduzieren ist Quatsch.

    Für griechisch-römische "Produktivität" empfehle ich mal das Buch "Imperium" von Robert Harris. Da geht es unter anderem um den Prozess gegen Verres von Cicero, der ja auch deshalb ein Problem für ihn war, weil ständig irgendwelche Feste waren, an dem das Gericht nicht tagte.
    Die Juden waren beim Umgehen von Sabbatregeln auch schon immer kreativ. Bestimmte Sachen darf man zum Beispiel nur zu Hause machen. Zu Hause ist definiert als abgegrenzter Bereich. Ziehe eine Mauer oder auch nur ein Seil um dein Viertel und alles ist Zu Hause und du kannst wieder machen was du willst. Zumindest so grob läuft das.

    6 Tage arbeiten und am Siebten ruhen wird ja auch exakt von der Schöpfung abgeleitet

    Abschließend eine vollständige Liste aller Worte der Bibel, die von Gott selbst stammen:
    Robert Harris würde ich jetzt nicht wirklich als Referenz heranziehen, und es ist nun einmal ein Unterschied, ob nur die Oberschicht oder die Vollbürger einen freien Tag bekommen oder auch die Nichtbürger und Sklaven. Das ist mit steigender Produktivität nicht zu erklären, sondern ein Ausdruck moralischen Denkens.

    Der Sabbat scheint mir tatsächlich eine wichtige Errungenschaft des jüdischen Glaubens zu sein, und selbst "Nichtlinke" und nichtreligiöse Menschen unserer Zeit werden wohl nur selten zu einer Siebentage-Arbeitswoche übergehen wollen.

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